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Die Harztour 2009 vom 24.07. bis 26.07. kann man auf jeden Fall als feucht und fröhlich bezeichnen. Obwohl es auch trockene Passagen gab, muss man eingestehen, dass gerade am Samstag die Himmelsschleusen offen standen. Aber der Reihe nach.
Abfahrt war am Freitag und die erste Gruppe machte sich bereits gegen 09:00 Uhr ab SLRR im Regen auf die Pellen. Der Regen war für alle, auch die später Startenden, ein ständiger Begleiter. Ein Schauer hier, ein Schauer da, hin und wieder auch Sonne zum Durchtrocknen aber die Temperaturen immer deutlich über 10 Grad. Als Anf ahrtsweg wählte die erste Gruppe um Klaus Kroggel Landstraßen und wurde mit einer schönen Strecke belohnt, auf der sogar die Mittagspause im Freien zu sich genommen werden konnte. Die zweite Gruppe, die gegen 14:00 Uhr los fuhr, wählte dagegen die “schnelle” Strecke über die Autobahn und war wegen diverser Staus und Regenschauern gefühlte 6 Stunden langsamer.
Altenau präsentierte sich grau aber relativ trocken. Die Hotelzimmer in der “Alten Mühle” kamen bei den Beteiligten gut an und Jürgen Steffe erfreute sich einer Drei-Bett-Suite, die ihm als Einzelzimmer überlassen wurde. In der kuscheligen Mühlenstube war dann Abendessen angesagt. Im Grunde alles pickobello außer der Pilzcreme-Suppe, die mir nur unter Zuführung von drei Schierker Feuerstein den Abend nicht versaute.
Frohen Mutes standen wir dann am Folgetag im Regen vor dem Hotel und freuten uns über jed en hellen Grauton am Firmament, der auf trockene Phasen für die Harzrundfahrt hoffen ließ. Drei Gruppen machten sich auf die Reifen. Na ja, schaurig schön ist wohl die beste Umschreibung für alles Folgende. Zwei Gruppen gaben nach etwa 100 Kilometern weitere Tauchversuche auf und kehrten zum Hotel zurück. Nur die Gruppe um Rolf Karbach, wohl ausgesprochene Wasserratten, fuhren durch und wurden im südöstlichen Harz mit der heiß ersehnten Trockenheit belohnt. Als Regenunterschlupf fanden wir in der Nähe von Altenau die Pension BH29. Ein Bikertreff wie aus dem Bilderbuch. Bei unserer Ankunft war der Laden gähnend leer, was allerdings nach Auskunf t des Wirtes daran lag, dass alle Gäste auf Tour waren. Kaffee gab’s trotzdem und eine Führung durch verschiedene Zimmer der Pension, die sich als ein künftiges Ziel anbietet.
Am Nachmittag machten sich Stephan und Ralf nochmals auf den Weg und verkündeten freude strahlend, dass sich hinter dem Ziegenkopf eine prachtvolle Landschaft unter blauem Himmel ausdehnt. Da hatte aber schon die Hälfte der Teilnehmer die magische Grenze von 0,5 Promille überschritten oder schlicht keinen Bock mehr.
Erwähnenswert ist auf jeden Fall noch der Tanzabend zu Livemusik am Samstag Abend. Durch Alkohol völlig enthemmt brachten sich einige SSO Biker selbst zum Kochen. Die pulsierenden Foxtrott-Rhythmen rissen teils derart vom Hocker, dass einige die Flucht in die Mühlenstube antraten, um dort mit Hilfe einiger Bierchen das wallende Blut wieder in den Griff zu bekommen.
Sonntag nach einem ausgiebigen Frühstück ging’s dann zurück über verschlungene Wege und bei endlich prächtigem Wetter. Insbesondere Clausthal-Zellerfeld hatte es meinem Navi, das unter dem versauten Samstag mäc htig gelitten hatte, angetan. Es hat schlichtweg gesponnen und uns zielsicher kreuzweise durch sämtliche Spielstraßen und Fußgängerzonen geführt. Nach diesen Irrungen und Wirrungen war das Navi dann irgendwann trocken und führte uns über die Weserfähre in Grohnde nach Hause.
Noch ein Wort zu den unten angefügten Fotogalerien. Ich habe alle mir zugesandten Fotos ohne Ausnahme veröffentlicht. Die künstlerische Freiheit der Bildgestalter konnte und wollte ich nicht zensieren. Und so sind alle Versuche ob gelungen oder nicht hier zu bewundern.
Und für alle, denen diese Bilder noch nicht reichen, hier der Link auf die Seite von Rolf Karbach, auf der man einige Filmchen der Ausfahrten betrachten kann.
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