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26.08.2008. Und dieses Jahr mal in den Schwarzwald. Vom 15.08. bis zum 17.08.2008 machten sich insgesamt 12 Mopeds und 15 Leutchen auf den Weg in den Schwarzwald nach Enzklösterle im Kreis Calw. Die Tour war ohne Übertreibung geprägt von Verzicht und Entbehrungen. Zunächst einmal verzichteten alle, die wegen gesundheitlicher oder sonstiger marginaler Probleme nicht wie geplant an der Tour teilnehmen konnten, auf die Rückzahlung der Hotelkosten. Dies bedingte allerdings zunächst, dass unsere Gastwirte, die Familie Schraft, auf die Bezahlung der Zimmer verzichtete, was sie dann auch tat. Also gingen wieder 135,00 Euro an das Friedensdorf in Oberhausen. Außerdem habe ich diesmal darauf verzichtet, mein Moped auf die Seite zulegen, Jürgen Kleinschmidt verzichtete während der Tour auf Anrufe beim ADAC , Michael und Katja Heinemann verzichteten auf die Rückfahrt, weil der Hinterreifen ihrer Yamaha eher einem ICE-Radlaufsatz entsprach und auf der Rückfahrt verzichteten sieben Fahrer darauf, auf den achten, Norbert Nadolski, zu warten und hängten ihn an einer Abzweigung ab und überließen ihn seinem Schicksal.
An Entbehrungen mangelt es auch nicht. Entgegen allen Prognosen entbehrte das Wetter jeglicher Feu chtigkeit.
Am Freitag fuhren bereits zwei Gruppen getrennte Wege Richtung Schwarzwald mit vier Stunden Vorsprung auf Gruppe drei. Nicht alle konnten bereits früh morgens die Tour in Angriff nehmen sondern einige mussten noch zur Steigerung des Bruttosozialproduktes beitragen. Während die Frühfahrer bereits Erholung genossen, hetzten die Spätlosgelassenen über die Autobahn nach Enzklösterle. Der Unterschied bei der Ankunft machte dann lediglich eine Dreiviertelstunde aus. Da es alle vor Mitternacht bis zum Gasthaus schafften, blieb noch genügend Zeit für ein ausgiebiges Abendmahl inklusive Bier vom Fass.
Am Samstag stand dann die Rundreise an. Rund 330 Kilometer durch den nördlichen und mittleren Schwarzwald, rauf und runter, kreuz und quer mit Kurven satt und reichlich Pausen. In drei Gruppen legten wir die Strecke zurück und trafen uns dabei des Öfteren in den Biergärten entlang der Strecke. Es ist faszinierend, welche Strecken und Ausblicke der Schwarzwald bietet und erst recht, wenn man wie wir aus einer Gegend kommt, wo der höchste Punkt der Apehanger eines Choppers ist. Keine Ahnung warum die Eingeborenen zwischen jedem Holzhaufen eine Straße anlegen mussten aber es sei ihnen gedankt. Peter Adamek brachte das philosophisch auf den Punkt: “Hier könnte man zwei Tage hintereinander fahren und hätte immer neue Strecken vor der Nase.“ Das ist zu unterstreichen. Parkbuchten laden zum Beispie l zu einem Blick ins Murgtal ein, was einige falsch interpretierten und statt dessen “Pi.. ins Murgtal” daraus machten. Sehenswert auch die Lage des Gasthauses “Grüner Baum”, dessen Terrasse einen tollen Blick in die Oberrheinische Tiefebene bietet. Und endlich Essen fassen im Landgasthof Rössle in Bad Rippoldsau-Schapach. Wir haben uns einvernehmlich für die letzten vier halben Hühner entschieden, die noch handgedengelt zubereitet wurden. Den Geräuschen aus der Küche nach zu urteilen mit dem Staubsauger. Lecker waren sie trotzdem. Und die uns nachfolgende Gruppe hat dann auch erfahren müssen, dass Altpräsident Gorbatschows universelle Lebensweisheit “wer zu spät kommt den beißen die Hunde” eine beständige Wahrheit ist. Da waren dann wohl nur noch halbe Käsestullen übrig.
Abends beim geselligen zuschädeln ereilte Peter im Gasthof Berghof seine Motorradtournemesis in Form einer Bedienung aus den Beitrittsgebieten. Egal ob Rhön oder Schwarzwald, Sachsen ist überall. Und wenn Ruhrpott Peter auf ein Sachsenluder trifft, ist Spaß vorprogrammiert, egal zu wessen Lasten (getränketechnisch bedingt meist Peters).
Am Sonntag war dann Abschied angesagt. Die gesamte Gruppe bröselte sich in alle Himmelsrichtungen auf, da Michael Heinemann mit seinem zerschlissenen Hinterreifen wohl kaum nach Hause gekommen wäre und sich daher Jürgen Kleinschmidt anschloss, der sein Moped irgendwo in der Gegend deponierte, um unter der Woche, wenn er in der Gegend “arbeiten” muss (frag da noch mal nach, Margret), auch mal Spass mit den restlichen Straßen zu haben. Jürgen Steffe zog die schnelle Tour über die Autobahn vor und der Rest fuhr über Neustadt an der Weinstraße Richtung Rhein und dann die B42 rheinabwärts.
Es bleibt noch reichlich an Straßen abzufahren, so dass man für’s nächste Jahr den Gasthof Berghof nochmals ins Auge fassen könnte...
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